Drei Reisezoom-Kameras mit GPS-Empfänger im Vergleich

Die Nachfolgemodelle Nikon Coolpix S9500, Panasonic Lumix DMC-TZ41 und
Sony Cybershot DSC-HX50V sowie zwei weitere Kameras – die Canon PowerShot SX280 HS
und Fujifilm F900EXR – sind jetzt im aktuellen Test von fünf Reisezoom-Kameras.  

In meinem Test von fünf Superzoom-Kameras habe ich Modelle vorgestellt, die in Größe und Gewicht kaum kleiner als Spiegelreflexkameras sind. Wer einen Ausflug – Wanderung oder Radtour – macht, möchte sich nicht unbedingt mit so viel Gewicht belasten. Andererseits will man sich nicht die schönsten Aufnahmen durch die Lappen gehen lassen. Reisezoom-Kameras sind eine klasse Alternative, um beide Wünsche zu erfüllen. Die Kameras haben ordentliche Zoomobjektive, sind top ausgestattet und passen trotzdem in jede Jackentasche. Drei Spitzen-Modelle mit eingebauten GPS-Empfänger habe ich getestet. 

 

 


Größe, Gewicht und Handhabung

Wirklich große Unterschiede in Größe und Gewicht gibt es bei den drei Modellen nicht. Mit einem Gewicht von 206 bis 254 Gramm lassen sie sich problemlos in der Jackentasche verstauen. Zum Vergleich: Das iPhone 4/4S wiegt 137 Gramm. Kleiner Vorteil der Panasonic Lumix DMC-TZ31: Sie ist mit 2,8 Zentimetern besonders flach – das Objektiv steht nur wenig über. Die Nikon Coolpix S9300 ist drei Millimeter dicker, das Objektiv ist aber geschmeidig in die Kamera-Oberfläche integriert. Noch mal vier Millimeter dicker ist die Sony. Ihr Nachteil: Das Objektiv sitzt recht kantig an der Kamera-Oberfläche, so dass das Gehäuse nicht ganz so geschmeidig in die Jackentasche gleitet. Hier die Gewichte und Größen der drei Kameras in der Übersicht:

  Tiefe Breite Höhe Gewicht
Nikon Coolpix S9300 3,1 cm 10,8 cm 6,3 cm 215 Gramm
Panasonic Lumix DMC-TZ31 2,8 cm 10,5 cm 5,9 cm 206 Gramm
Sony Cybershot DSC-HX20V 3,5 cm 10,7 cm 6,2 cm 254 Gramm

Was bei der Dicke der Kamera ein Nachteil ist, ist bei der Handhabung ein Vorteil. Die Sony liegt trotz der kompakten Abmessungen klasse in der Hand. Das liegt zum einen an dem gut ausgeformten Griff und der leichten Gummierung des Griffs. Selbst in meiner großen Hand hatte ich immer ein sicheres Gefühl und die Kamera prima im Griff. Nicht ganz so gut fühlt sich die Panasonic an. Sie zwar auch einen gummierten Griff, der ist aber nicht so gut ausgearbeitet, wie der der Sony. Außerdem fehlt die gummierte Daumenstütze der Sony. Und noch einen Nachteil hat die Panasonic: Wenn man nicht aufpasst und größerer Hände hat, landet ein Finger beim Halten der Kamera vor dem Blitz. Das Schlusslicht, was die Handhabung anbelangt, ist die Nikon. Die S9300 hat nur einen sehr kleinen Griffsteg und die Oberfläche ist recht glatt. Prima hingegen die Daumenstütze auf der Kamerarückseite. Trotzdem fehlt mir die sichere Verbindung zur Kamera, möglicherweise tut man sich mit kleinen Händen etwas leichter.

 


Bedienung und Menüs

Wer mit einer Reisezoom-Kamera unterwegs ist, möchte sich meist auch nicht groß mit der Technik herumschlagen. Die Kamera muss sich schnell und einfach bedienen lassen: Raus aus der Tasche, einschalten und flott ein paar Bilder schießen. Mit allen drei Kameras ist das kein Problem. Wer sich nicht mit Kameraeinstellungen beschäftigen möchte – kein Problem. Die drei Modelle haben eine sogenannte intelligente Automatik, die am jeweiligen Drehrad auf der Kameraoberseite gewählt wird. Bei der Nikon (vordere Kamera) ist es das kleine grüne Kamerasymbol, bei der Panasonic (mittlere Kamera) die Einstellung iA und bei der Sony (hintere Kamera) entweder das grüne Kamerasymbol (einfache Motivautomatik) oder das goldenfarbene Kamerasymbol mit dem Pluszeichen (erweiterte Motivautomatik mit Rauschunterdrückung und zusätzlicher Schärfenkontrolle). In dieser Einstellung analysiert die Kamera das Motiv und wählt automatisch das passende Belichtungsprogramm. So muss sich der Fotograf um nichts kümmern, außer um die Motivwahl. Alle drei Kameras liefern in dieser Einstellung ordentliche Ergebnisse und finden bei den meisten Motiven das passende Programm. Früher habe ich diese Einstellung nie genutzt, denn ich bin ja Fotograf, kenne mich aus und will alles selbst einstellen. Inzwischen nutze ich diese Einstellung auch gerne in Standardsituationen. So kann ich mich ganz aufs Motiv konzentrieren und die Kamera macht den Rest. Klasse finde ich bei der Sony die erweiterte Motivautomatik (goldene Kamera). Drückt man in dieser Einstellung auf den unteren Teil des Vierwege-Kombischalters an der Kamerarückseite, kann man blitzschnell verschiedene Bildeinstellungen ändern. Dies sind die Helligkeit, der Farbton (warm oder kühl), die Lebhaftigkeit sowie der Bildeffekt. Eine Funktion, die in der Einfachheit sonst keine andere Kamera zu bieten hat.

Wer dennoch gerne bei der Belichtung eingreift: Bitteschön. Die drei Modelle bieten reichlich Motivprogramme, die Nikon insgesamt 17, die Panasonic ebenfalls 17 und die Sony 15. Da ist für jede Aufnahmesituation das passende Programm dabei. Und wem das nicht reicht, der kann bei der Panasonic und der Sony Blende und Belichtungszeit auch manuell wählen. Die Nikon bietet diese Option nicht. Eingestellt werden die Belichtungsprogramme am Drehrad an der Kameraoberseite. Neben den Motivprogrammen und manuellen Einstellmöglichkeiten haben die Kameras noch einige zusätzliche Aufnahmeoptionen. So lassen sich mit allen drei Modellen 3D-Aufnahmen machen. Um die betrachten zu können, ist allerdings ein entsprechender Flachbildfernseher mit Spezialbrille erforderlich. Mit der Panasonic und der Sony können Schwenkpanorama-Aufnahmen gemacht werden. Das funktioniert erstaunlich gut: Einfach die Kamera seitlich bewegen, dabei den Auslöser drücken und die Elektronik bastelt aus den Einzelaufnahmen ein tolles Panorama-Bild. Selbstverständlich lassen sich mit allen Kameras auch Videos aufnehmen – dazu später mehr.

Neben den Belichtungsprogrammen und individuellen Aufnahmeeinstellungen bieten die Kameras zusätzlich Möglichkeiten der Bildbeeinflussung. Was ist damit gemeint? Bei der Panasonic (Mitte) verbirgt sich diese Einstellung auf dem Wahlrad unter dem Punkt, der aussieht wie eine kleine Palette. Zwischen zehn unterschiedlichen Kreativ-Einstellungen kann gewählt werden, unter anderem Retro, Sepia, Monochrom schwarz/weiss, Spielzeug- und Miniatureffekt. Ist einer der Punkte gewählt, sieht man den Effekt sofort auf dem Kontrollmonitor. Auch bei der Sony sind die Effekte sofort sichtbar. Sie werden im Menü unter dem Punkt "Bildeffekt" aufgerufen – es stehen neun Varianten zur Verfügung. Achtung: Die kreativen Effekte können bei der Sony nur gewählt werden, wenn die Belichtungseinstellung auf P oder M steht. In der intelligenten Automatik oder den Szenenprogrammen können die Effekte nicht gewählt werden. Die Nikon hat wie die Panasonic eine eigene Einstellung auf dem Wahlrad für die Effekte – sechs stehen zur Wahl.   

Ein durchaus wichtiger Punkt ist die einfache Bedienung der Kameras. Dazu gehören nicht nur die Anordnung und Beschriftung der Tasten und Drehräder, sondern auch die Menüs. Gravierende Unterschiede gibt es zwischen den drei Kameras nicht. Klar, die Menüs unterscheiden sich, aber nach kurzer Eingewöhnung findet man sich darin problemlos zurecht. Waren die Begriffe in den Menüs früher oft unverständlich, haben die Hersteller dazugelernt und machen es dem Fotografen mit verständlichen Begriffen einfacher. Besonders hilfreich ist die Sony (rechts). Mit einem Druck auf die Fragezeichen-Taste unten rechts auf der Kamerarückseite werden verschiedene Hilfefunktionen eingeblendet. Unter anderem kann man sich alle auf dem Kontrollmonitor eingeblendeten Symbole erklären lassen. Ich finde, eine sehr gute Funktion, die – wenn sie gut gemacht ist – eine Bedienungsanleitung durchaus ersetzen kann.

Etwas unglücklich ist die Beschriftung des Vierwegeschalters auf der Kamerarückseite der Panasonic (Mitte). Die Symbole und der Text sind lediglich in den silbernen Ring graviert und so recht schlecht zu erkennen. Nikon (links) und Sony (rechts) haben das besser gemacht und die Symbole weiß auf das schwarze Kameragehäuse gedruckt. Allerdings: Auf der Sony steht rechts oberhalb des Kontrollmonitors das Wort "CUSTOM" scheinbar ohne Sinn. Erst bei genauem Hinschauen ist die winzige Taste darüber zu erkennen. Schade, denn viele Benutzer werden die erst gar nicht bemerken, dabei ist sie sehr praktisch. Die CUSTOM-Taste kann mit fünf verschiedenen Funktionen individuell belegt werden. Am praktischsten ist wohl die Funktion der Belichtungskorrektur. Zu finden ist die Einstellung im Hauptmenü unter "Benutzerdef. Taste". Der Punkt Belichtungskorrektur ist dann mit "EV" abgekürzt. 

Alle Neuheiten sofort erfahren – registrier dich für meinen kostenlosen Newsletter: REGISTRIEREN

Gerne darfst du meine Arbeit mit einer Spende oder einem Kauf bei Amazon unterstützen:

Flattr this

 


Kleine Kameras – große Ausstattung

Große Fortschritte haben die Kamerahersteller bei der Entwicklung kompakter Objektive gemacht. Wie bei den fünf Superzoom-Modellen haben die Zoomfaktoren in den letzten Jahren kontinuierlich zugenommen. Die Panasonic Lumix DMC-TZ31 und die Sony DSC-HX20V haben jeweils ein 20fach Zoom. Einizger Unterschied: Die minimale Weitwinkelbrennweite beträgt bei der Panasonic 24 Millimeter, bei der Sony 25 Millimeter – auf den Fotos ist das praktisch nicht sichtbar. Die Nikon hat ein 18fach Zoom-Objektiv und wie die Sony eine minimale Brennweite von 25 Millimetern. Bei den Zoomfaktoren liegen die drei Modelle also in etwa auf einem Niveau. Gleiches gilt übrigens auch für die Lichtstärke der Objektive mit einem Ausgangswert in der Weitwinkeleinstellung zwischen f 3.2 und 3.5 und in der Teleeinstellung f 5.8 bis 6.4. In der Praxis sind diese geringen Unterschiede ohne Bedeutung. 

  Zoomfaktor Kürzeste Weitwinkel-brennweite Längste Tele-brennweite Ausgangsblende bei kürzester und längster Brennweite
Nikon Coolpix S9300 18fach 25 mm 450 mm f 3.5 - 5.9
Panasonic Lumix DMC-TZ31 20fach 24 mm 480 mm f 3.3 - 6.4
Sony Cybershot DSC-HX20V 20fach 25 mm 500 mm f 3.2 - 5.8

Die geringen Unterschiede zeigen sich auch in den Beispiel-Aufnahmen. Lediglich in der  Teleeinstellung sind die Brennweiten-Differenzen zu erkennen. Am deutlichsten ist das zwischen der Nikon und der Sony zu sehen. Bei letzterer kommt die Uhr etwas größer aufs Bild. 

  Aufnahmen mit kürzester und längster  Brennweite
  • Nikon Coolpix S9300 (1) 25 Millimeter 1200 x 900Nikon Coolpix S9300 (1) 25 Millimeter 1200 x 900Nikon Coolpix S9300 (1) 25 Millimeter 1200 x 900
  • Nikon Coolpix S9300 (2) 454 Millimeter 1200 x 900Nikon Coolpix S9300 (2) 454 Millimeter 1200 x 900Nikon Coolpix S9300 (2) 454 Millimeter 1200 x 900
  • Panasonic Lumix DMC-TZ31 (1) 24 Millimeter 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-TZ31 (1) 24 Millimeter 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-TZ31 (1) 24 Millimeter 1200 x 900
  • Panasonic Lumix DMC-TZ31 (2) 480 Millimeter 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-TZ31 (2) 480 Millimeter 1200 x 900Panasonic Lumix DMC-TZ31 (2) 480 Millimeter 1200 x 900
  • Sony Cybershot DSC-HX20V (1) 25 Millimeter 1200 x 900Sony Cybershot DSC-HX20V (1) 25 Millimeter 1200 x 900Sony Cybershot DSC-HX20V (1) 25 Millimeter 1200 x 900
  • Sony Cybershot DSC-HX20V (2) 500 Millimeter 1200 x 900Sony Cybershot DSC-HX20V (2) 500 Millimeter 1200 x 900Sony Cybershot DSC-HX20V (2) 500 Millimeter 1200 x 900

Im Unterschied zu den größen Superzoom-Kameras haben die kompakten Reisezoom-Kameras keinen Sucher, sondern nur einen Kontrollmonitor. Der hat bei allen drei Modellen eine Diagonale von 7,5 Zentimetern. Die Bildschirme von Nikon und Sony haben eine Auflösung von 921.000 Bildpunkten und sehen dementsprechend sehr brillant aus. Der Panasonic-Monitor hat nur eine Auflösung von 460.000 Pixeln, ist dafür aber Touchscreen. Trotz der geringeren Auflösung fällt der Unterschied in der Darstellung nicht so groß aus, wie ich es erwartet hätte. Außerdem nehme ich für den Touchscreen eine etwas geringere Auflösung gerne in Kauf. Zwar lassen sich per Fingerzeig nur wenige Funktionen steuern, aber die Wichtigste funktioniert prima: Die Touchfokussierung. Hierbei reicht es, mit dem Finger auf den Teil des Motivs zu tippen, der scharf abgebildet werden soll. Man kann wählen, ob die Kamera nur auf diesen Punkt fokussieren soll oder, ob sie auch gleich auslösen soll. Anfangs habe diese Funktion praktisch gar nicht genutzt, inzwischen finde ich sie extrem hilfreich und ermöglicht mir schnell interessante Bildgestaltungen umzusetzen. Außer der Touchfokussierung kann der Zoom per Fingerzeig eingestellt werden – das war's. Durch die Menüs wird ganz normal per Vierwege-Kombischalter navigiert. Einen Pulspunkt kann die Sony noch für sich verbuchen: Sie hat eine elektronische Wasserwaage. Aktiviert wird sie durch einen Druck auf die DISP-Taste und den Punkt "Anzeige-Einstellung Neigung". 

Alle drei Kameras sind mit einem GPS-Empfänger ausgestattet. Über das Hauptmenü können die jeweils eingeschaltet werden. Auf dem Display erscheint dann ein kleines Symbol in Form eines Satelliten. Die Kamera beginnt sofort mit der Suche der Satelliten, um den aktuellen Standort zu finden. Sind genug Satelliten gefunden, signalisiert dies die Kamera – das Satelliten-Symbol leuchtet grün. Die Kamera zeichnet nun bei jeder Aufnahme den Standort mit auf. Voraussetzung: Sie befinden sich nicht in einem Gebäude oder Ort, an dem es keinen GPS-Empfang gibt. In diesem Fall verwendet die Kamera den letzten gefundenen Standort. Rufen Sie das Foto auf dem Computer auf, wird – je nach Programm – der Aufnahmestandort auf einer Miniatur-Karte angezeigt (Foto rechts). Mit einem weiteren Klick wird der genaue Standort gezeigt, beispielsweise auf Goolge-Maps (Foto links). So finden Sie beispielsweise das tolle Restaurant wieder oder die einsame Bucht aus dem letzten Urlaub. Einfach ein Foto mit eingeschalteter GPS-Funktion machen. Bei der Sony und der Nikon lassen sich zusätzlich der zurückgelegte Weg aufzeichnen. Die Kameras speichern in regelmäßigen Abständen den Standort, so dass später die komplette Route auf dem Computer verfolgt werden kann. Die Panasonic zeigt auf Wunsch nahegelegene Sehenswürdigen an.

Ich finde die GPS-Funktion durchaus praktisch – allerdings kein Muss. Zumal ich immer mit dem iPhone unterwegs bin und dort die GPS-Funktion auch nutzen kann. In Verbindung mit der App gps4cam lässt sich damit auch für jedes Foto einfach und schnell der Standort speichern. Die Aufzeichung der Route ist mit der App ebenfalls möglich. Wer auf die GPS-Funktion verzichten kann, findet bei allen drei Herstellern nahezu baugleiche oder sehr ähnliche Kameras ohne GPS-Funktion. Bei Nikon ist das die Coolpix S9200und bei Panasonic die Lumix DMC-TZ25. Die jeweiligen Modelle sind natürlich auch etwas günstiger als die GPS-Modelle. Sony bietet zwar die günstigere Cybershot DSC-HX10V, die hat aber auch einen GPS-Empfänger. Sie unterscheidet sich von der DSC-HX20V vor allem durch den geringeren Zoomfaktor.

Zur weiteren Ausstattung der Kamers gehören eingebaute Bildstabilisatoren. Sie sorgen dafür, dass man auch bei etwas schlechteren Lichtverhältnissen noch verwacklungsfreie Fotos schießen kann. Der Stabi sorgt dafür, dass das leichte Zittern der Hand ausgeglichen wird. Dadurch können die Belichtungszeiten etwas verlängert werden. Besonders wichtig ist das bei Teleaufnahmen. Die Wirksamkeit der Stabilisatoren ist bei allen drei Modellen ähnlich. Spürbare Unterschiede konnte ich nicht feststellen. Die Wirksamkeit ist bei den Kameras bereits vor der Aufnahme auf dem Kontrollbildschirm zu erkennen: In der maximalen Teleeinstellung wird das Motiv auf dem Monitor sehr ruhig angezeigt – der Stabi arbeitet natürlich auch bei Videoaufnahmen. 

Einen Unterschied zu den getesten Superzoom-Kameras hatte ich ja bereits erwähnt: Den fehlenden Sucher. Ein weiterer Unterschied: An die Reisezoom-Kameras lassen sich keine externen Blitzgeräte anstecken. Bei den Superzoom-Kameras hatten zumindest die Canon PowerShot SX40HS, die Fujifilm X-S1 und die Panasonic Lumix DMC-FZ150 einen Blitzschuh.

Alle Neuheiten sofort erfahren – registrier dich für meinen kostenlosen Newsletter: REGISTRIEREN

Gerne darfst du meine Arbeit mit einer Spende oder einem Kauf bei Amazon unterstützen:

Flattr this

 


Klein und flink

Mit so einer kleinen Reisezoom-Kamera will man sicher keine Profi-Sportaufnahmen machen. Aber eine flotte Serienbildfunktion lässt sich auch für andere Situationen prima nutzen. Ob der herumtobende Hund oder die spielenden Kinder – mit einigen schnellen Bildern in Folge steigt die Chance auf das perfekte Foto. Alle drei Kameras haben das Zeug dazu, in solchen Situationen ein guter Helfer zu sein. 

Die Sony soll zwei Serienbildgeschwindigkeiten bieten: Zehn Bilder pro Sekunde und zwei Bilder pro Sekunde – für jeweils zehn Aufnahmen in Serie. Mein Test hat allerdings gezeigt, dass die zehn Bilder pro Sekunde eher optimistisch sind. Ich habe für die zehn Aufnahmen rund 1,4 Sekunden benötigt. Dafür ist die langsamere Serienfunktion flotter als angegeben. Statt fünf Sekunden für die zehn Aufnahmen, benötigte die Sony gerade mal 4,4 Sekunden. Bei beiden Aufnahmegeschwindigkeiten ist nach zehn Aufnahmen Schluss. Erst nachdem die Fotos gespeichert sind, kann die nächste Serie aufgenommen werden. Etwas unglücklich finde ich, wie die Serienbildfunktion aufgerufen wird. Drückt man auf den Menü-Knopf, gelangt man zu der Einstellung "Serienaufnahmeintervall", in der die beiden Geschwindigkeiten gewählt werden können. Wählt man hier eine Geschwindigkeit, passiert allerdings noch gar nichts. Die eigentliche Serienbildfunktion muss erst noch am Vierwege-Schalter aktiviert werden. Dies geschieht mit einem Druck auf den linken Rand des Vierwegeschalters der mit dem Symbol für Serienaufnahme/Selbstauslöser beschriftet ist. Erst wenn hier die Serienaufnahme aktiviert ist, legt die Sony mit Tempo los. In dieser Einstellung kann übrigens auch die Belichtungsreihen-Funktion aktiviert werden. Hierbei macht die Kamera drei Aufnahmen in schneller Folge auf mit unterschiedlicher Belichtung. Wer nun allerdings den Blenden-Unterschied der einzelnen Aufnahmen einstellen möchte, muss wieder erst ins Hauptmenü gehen – ich finde das recht umständlich.

Etwas gemächlicher geht es bei der Nikon zu. Die legt in der schnellsten Einstellung (HI) mit sechs Bildern pro Sekunde los und das in Folge für fünf Bilder. Danach geht es etwas gemächlicher zur Sache. In der L-Einstellung schießt die Nikon ein Bild pro Sekunde und das so lange bis die Karte voll ist. Laut Nikon soll die S9300 in der L-Einstellung zwei Bilder pro Sekunde für bis zu sechs Aufnahmen in Folge machen. In der HI-Einstellung stimmen die Angaben von Nikon mit den von mir gemessenen Werten ziemlich genau überein.  Zusätzlich zu den zwei Serienbildgeschwindigkeiten kann man mit der Nikon eine 16er-Serie aufnehmen. Dabei macht die Kamera in gut drei Sekunden 16 Fotos in Folge – danach ist erst mal Schluss. Wer nicht in voller Auflösung fotografieren möchte, kann zwei weitere Serienbildgeschwindigkeiten wählen: 120 Bildern pro Sekunde oder 60 Bilder pro Sekunde – das allerdings nur für etwa eine halbe Sekunde. Aber damit nicht genug: Es gibt da noch den sogenannten Pre-Shot-Cache. Und was verbirgt sich dahinter? Ganz einfach: Sie peilen ein Motiv an und drücken den Auslöser bereits halb, damit die Kamera die Belichtung richtig einstellt und scharf fokussiert. Nun kommt genau der Moment, den Sie einfangen wollen. Selbst wenn ihre Reaktionsgeschwindigkeit jetzt etwas zu langsam war – kein Problem. Die S9300 hat bereits vor dem Auslösen bis zu fünf Fotos gespeichert und das mit einer Geschwindigkeit von etwa zehn Bildern pro Sekunde. Sprich die Kamera hat bereits knapp einen halbe Sekunde vor Auslösen schon Fotos geschossen – so geht ihnen garantiert der entscheidende Moment nicht durch die Lappen. Und noch eine gute Nachricht zum Schluss: Bei der Nikon wird die Serienbildfunktion ganz einfach übers große Drehrad gewählt. Dann kann ganz einfach direkt eine der Serienbildfunktionen festgelegt werden – so soll es sein.

Einen eigenen Menüpunkt auf dem Wahlrad hat die Panasonic zwar nicht, aber im Quickmenü ist die Serienbildfunktion gut zu finden. Wichtigster Punkt: Die Auslöseverzögerung. Die ist ist bei der Panasonic erfreulich kurz, egal ob Weitwinkel- oder Teleeinstellung. Selbst in etwas dunklerer Umgebung kommt die TZ31 schnell auf den Punkt und löst aus. Zweiter Tempopunkt: Die Serienbildgeschwindigkeit. Hier bietet die Panasonic gleich mehrere Einstellungen. Kontinuierlich zwei Bilder pro Sekunde ist die Langsamste. Dabei nimmt die Kamera so lange Bilder in voller Auflösung auf, bis die Speicherkarte voll ist. Vor jeder Aufnahme fokusiert die Kamera scharf. Etwas flotter geht es mit fünf Bildern pro Sekunde zur Sache, ebenfalls bei voller Auflösung und kontinuierlichem Autofokus. Hier endet die Aufnahmeserie allerdings nach rund 15 Fotos – anschließend geht es gemächlicher zur Sache. Es folgt die Geschwindigkeit von zehn Bilder pro Sekunde, ebenfalls bei voller Auflösung, allerdings fokussiert die Kamera nur einmal am Anfang der Serie. Nach rund zehn Aufnahmen ist auch bei dieser Einstellung Schluss. Bei der flottesten Geschwindigkeit legt die Kamera mit 40 oder 60 Bildern pro Sekunde los – allerdings nicht in voller Auflösung.

Neben einer schnellen Serienbildgeschwindigkeit ist eine kurze Auslöseverzögerung wichtig. Die ersten Generationen von Kompaktkameras mit großem Zoombereich hatten damit große Probleme. Vor allem in der Teleeinstellung verging meist einige Zeit, bis die Kamera ausgelöst hatte. In diesem Punkt haben die Hersteller ihre Hausaufgaben gemacht. Dennoch gibt es Unterschiede zwischen den drei Modellen. In der Weitwinkeleinstellung und bis zu einer mittleren Teleeinstellung (etwa 200 Millimeter Brennweite) sind die Unterschiede nur minimal. Alle Kameras stellen schnell per Autofokus die Schärfe ein und lösen aus. Nimmt die Brennweite zu und nähert sich der maximal möglichen Einstellung, werden die Unterschiede etwas deutlicher. Weiterhin flott arbeitet die Sony Cybershot DSC-HX20V. Etwas langsamer sind die Nikon und die Panasonic. Vor allem wenn das Motiv im Bereich von zehn Metern und näher ist. Dann brauchen beide Kameras etwas länger, um das Bild scharfzustellen und auszulösen. Aufgefallen ist mir hierbei, dass die Panasonic in der maximalen Teleeinstellung auch noch Motive im Abstand von einem Meter aufnimmt. Die Sony macht das erst ab einer Entfernung von fast zwei Metern, die Nikon sogar erst ab rund drei Metern. Mich haben die kurzen Auslöseverzögerungen der Kameras überzeugt. Und wenn ich Aufnahmen mache, bei denen es ganz besonders auf kurze Auslöseverzögerungen ankommt, visiere ich das Motiv sowieso schon vorher an, drücke den Auslöser leicht herunter damit die Kamera schon mal scharf stellt und die Belichtung einstellt. Ist dann der richtige Moment gekommen, ist die Auslöseverzögerung nur minimal und liegt bei rund 0,1 bis 0,2 Sekunden – da ist die eigene Reaktionszeit meist länger.

Alle Neuheiten sofort erfahren – registrier dich für meinen kostenlosen Newsletter: REGISTRIEREN

Gerne darfst du meine Arbeit mit einer Spende oder einem Kauf bei Amazon unterstützen:

Flattr this

 


Kleine Kamera – gute Bildqualität?

Zunächst einmal die technischen Fakten: In allen arbeitet ein Bildsensor in der Größe 1/2,3 Zoll mit einer Diagonale von 7,7 Millimetern. Unterschiede gibt es allerdings bei den Megapixeln. Spitzenreiter ist die Sony mit 18 Megapixeln, gefolgt von der Nikon mit 16 und der Panasonic mit 14 Megapixeln. Auf dem Papier sollte die Sony also die beste Bildqualität liefern. Tatsächlich zeigen die Aufnahmen der Sony besonders viele Details. Feine Linien, wie die Seile der Kräne, werden präzise wiedergegeben, aber auch Schriften und die Wasserstruktur der Elbe. Nicht ganz so gut, aber ebenfalls sehr detailreich sind die die Aufnahmen der Panasonic DMC-TZ31 und das trotz der geringsten Megapixel. Schlusslicht ist die Nikon S9300. Wo auf den Aufnahmen der Sony noch gerade zwei Seile zu erkennen sind, verschwimmen die auf den Fotos der Nikon zu einem Seil. Gleiches gilt für feine Strukturen im Wasser oder Schriften. Für Abzüge oder Ausdrucke bis zu einer Größe von 20 x 30 Zentimeter ist die Detailauflösung der Nikon jedoch völlig ausreichend. Übrigens alle drei Modelle nehmen Fotos nur im JPEG-Format auf, unkomprimiertes RAW-Format kann keine der Kameras aufzeichnen.

  Details Schrift Details Seile
Nikon Coolpix S9300
Panasonic Lumix DMC-TZ31
Sony Cybershot DSC-HX20V

Neben der Detailwiedergabe sind Kontrast und Farbigkeit wichtig. Hier macht die Panasonic den besten Eindruck. Ich finde, dass die Farben gut wiedergegeben werden und der ausgewogene Kontrast für einen knackigen Bildeindruck sorgt. Farben werden eher etwas wärmer wiedergegeben. Nicht ganz so knackig wirken die Aufnahmen der Sony und der Nikon auf mich. Trotz der hohen Detailtreue erscheinen mir die Fotos der Sony etwas flau. Farben werden etwas kühl wiedergegeben. Nicht ganz so kühl finde ich die Fotos der Nikon S9300, allerdings fehlt mir hier der Kontrast. Positiv an den Nikon-Fotos ist mir aufgefallen, dass in den dunklen Bildteilen noch Details sichtbar sind. Bei der Panasonic und Sony ist hier die Wiedergabe etwas schlechter. Insgesamt finde ich die Fotos der Panasonic am ausgewogensten, Sony besticht durch die hohe Detailstreue und Nikon durch die angenehme, ausgeglichene Farbwiedergabe. Hier fehlen mir allerdings die Details. 

Die drei folgenden Aufnahmen zeigen unbearbeitet Originalbilder, bei denen die Auflösung auf 1200 x 900 Bildpunkte reduziert wurde. Die beiden roten Rahmen zeigen den Ausschnitt der oben abgebildeten Details. Zum Starten der Diashow bitte auf das Bild klicken – schließen mit einem Druck auf die Taste ESC.

 
 

Neben der Detail- und Farbwiedergabe sowie dem Gesamteindruck ist das Rauschverhalten bei höheren ISO-Einstellungen wichtig. Besonders die kleinen Sensoren von Kompaktkameras in Verbindung mit hohen Megapixel-Werten liefern bei höheren ISO-Empfindlichkeiten meist reichlich Bildstörungen – auch Rauschen genannt. Durch diese Störungen gehen Details verloren und die Fotos wirken strukturlos. Geht es nach den Zahlen, hätte ich bei der Sony die schlechtesten Ergebnisse bei hohen ISO-Einstellungen erwartet. Mein Test hat gezeigt, dass die Fotos der DSC-HX20V bis zu ISO 800 noch gut aussehen. Selbst bei ISO 1600 sind die Aufnahmen noch brauchbar. Klar, der hohe Detailreichtum ist natürlich nicht mehr vorhanden, aber der Gesamteindruck kann sich durchaus sehen lassen. Die Sony ist die einzige Kamera im Testfeld, die eine ISO-Empfindlichkeit von 6400 und 12800 bietet. Das Ergebnis hat mich echt überrascht: Klar, Details sind kaum noch zu erkennen, aber die Aufnahme zeigt zumindest das Motiv in einem brauchbaren Ergebnis. Die Sony erreicht das mit einem Trick. Ist ISO 6400 oder ISO 12800 eingestellt, macht die Kamera in schneller Folge sechs Aufnahmen und fügt die zu einem Bild zusammen. Ein Stativ ist dafür nicht erforderlich, allerdings sollte man die Hand ruhig halten. Und für bewegte Motive ist diese Einstellung nicht geeignet. Qualitativ ist zwischen Aufnahmen mit ISo 6400 und ISO 12800 kein Unterschied zu erkennen.

Obwohl die Nikon zwei Megapixel weniger hat, ist das Ergebnis bei hohen ISO-Werten nicht besser als das der Sony. Bis ISO 400 sind die Aufnahmen gut, aber schon bei ISO 800 sind Störungen sichtbar und gehen viele Details verloren. Fotos mit ISO 1600 und ISO 3200 zeigen wenige Details und sehen verwaschen aus. Zudem finde ich, dass die Farbwiedergabe mit steigender ISO-Einstellung nachlässt. 

Noch einmal zwei Megapixel weniger hat die Panasonic. Erwartungsgemäß sind die Ergebnisse bei höheren ISO-Werten gut. Bis ISO 800 sehen die Fotos prima aus und zeigen immer noch reichlich Details. Auch bei ISO 1600 finde ich das Ergebnis brauchbar, und selbst bei ISO 3200 ist der Bildeindruck noch durchaus vernünftig. Für größere Abzüge oder Drucke eigenen sich solche Fotos natürlich nicht, aber immerhin für die Betrachtung an einem Bildschirm. Wenn man die Wahl hat: Gar kein Foto, oder ein Foto mit ISO 3200, dann ist die bessere Wahl ein Foto mit ISO 3200 zu machen. 

Die Übersichtstabelle zeigt die Unterschiede. Es sind jeweils Bildausschnitte von 1200 x 800 Bildpunkten, die aus dem unbearbeiteten JPEG-Bild (höchste Auflösung, beste Qualität) ausgeschnitten sind. Zum Starten der Diashow bitte auf das Bild klicken – schließen mit einem Druck auf die Taste ESC.

 
  Belichtungsreihen mit verschiedenen ISO-Empfindlichkeiten
  • Nikon Coolpix S9300 60mm (1) ISO 120 1200 x 800Nikon Coolpix S9300 60mm (1) ISO 120 1200 x 800Nikon Coolpix S9300 60mm (1) ISO 120 1200 x 800
  • Nikon Coolpix S9300 60mm (2) ISO 200 1200 x 800Nikon Coolpix S9300 60mm (2) ISO 200 1200 x 800Nikon Coolpix S9300 60mm (2) ISO 200 1200 x 800
  • Nikon Coolpix S9300 60mm (3) ISO 400 1200 x 800Nikon Coolpix S9300 60mm (3) ISO 400 1200 x 800Nikon Coolpix S9300 60mm (3) ISO 400 1200 x 800
  • Nikon Coolpix S9300 60mm (4) ISO 800 1200 x 800Nikon Coolpix S9300 60mm (4) ISO 800 1200 x 800Nikon Coolpix S9300 60mm (4) ISO 800 1200 x 800
  • Nikon Coolpix S9300 60mm (5) ISO 1600 1200 x 800Nikon Coolpix S9300 60mm (5) ISO 1600 1200 x 800Nikon Coolpix S9300 60mm (5) ISO 1600 1200 x 800
  • Nikon Coolpix S9300 60mm (6) ISO 3200 mit Graufilter 1200 x 800Nikon Coolpix S9300 60mm (6) ISO 3200 mit Graufilter 1200 x 800Nikon Coolpix S9300 60mm (6) ISO 3200 mit Graufilter 1200 x 800
  • Panasonic Lumix DMC-TZ31 (1) 50mm ISO 100 1200 x 800Panasonic Lumix DMC-TZ31 (1) 50mm ISO 100 1200 x 800Panasonic Lumix DMC-TZ31 (1) 50mm ISO 100 1200 x 800
  • Panasonic Lumix DMC-TZ31 (2) 50mm ISO 200 1200 x 800Panasonic Lumix DMC-TZ31 (2) 50mm ISO 200 1200 x 800Panasonic Lumix DMC-TZ31 (2) 50mm ISO 200 1200 x 800
  • Panasonic Lumix DMC-TZ31 (3) 50mm ISO 400 1200 x 800Panasonic Lumix DMC-TZ31 (3) 50mm ISO 400 1200 x 800Panasonic Lumix DMC-TZ31 (3) 50mm ISO 400 1200 x 800
  • Panasonic Lumix DMC-TZ31 (4) 50mm ISO 800 1200 x 800Panasonic Lumix DMC-TZ31 (4) 50mm ISO 800 1200 x 800Panasonic Lumix DMC-TZ31 (4) 50mm ISO 800 1200 x 800
  • Panasonic Lumix DMC-TZ31 (5) 50mm ISO 1600 1200 x 800Panasonic Lumix DMC-TZ31 (5) 50mm ISO 1600 1200 x 800Panasonic Lumix DMC-TZ31 (5) 50mm ISO 1600 1200 x 800
  • Panasonic Lumix DMC-TZ31 (6) 50mm ISO 3200 1200 x 800Panasonic Lumix DMC-TZ31 (6) 50mm ISO 3200 1200 x 800Panasonic Lumix DMC-TZ31 (6) 50mm ISO 3200 1200 x 800
  • Sony Cybershot DSC-HX20V (1) 50mm ISO 100 1200 x 800Sony Cybershot DSC-HX20V (1) 50mm ISO 100 1200 x 800Sony Cybershot DSC-HX20V (1) 50mm ISO 100 1200 x 800
  • Sony Cybershot DSC-HX20V (2) 50mm ISO 200 1200 x 800Sony Cybershot DSC-HX20V (2) 50mm ISO 200 1200 x 800Sony Cybershot DSC-HX20V (2) 50mm ISO 200 1200 x 800
  • Sony Cybershot DSC-HX20V (3) 50mm ISO 400 1200 x 800Sony Cybershot DSC-HX20V (3) 50mm ISO 400 1200 x 800Sony Cybershot DSC-HX20V (3) 50mm ISO 400 1200 x 800
  • Sony Cybershot DSC-HX20V (4) 50mm ISO 800 1200 x 800Sony Cybershot DSC-HX20V (4) 50mm ISO 800 1200 x 800Sony Cybershot DSC-HX20V (4) 50mm ISO 800 1200 x 800
  • Sony Cybershot DSC-HX20V (5) 50mm ISO 1600 1200 x 800Sony Cybershot DSC-HX20V (5) 50mm ISO 1600 1200 x 800Sony Cybershot DSC-HX20V (5) 50mm ISO 1600 1200 x 800
  • Sony Cybershot DSC-HX20V (6) 50mm ISO 3200 1200 x 800Sony Cybershot DSC-HX20V (6) 50mm ISO 3200 1200 x 800Sony Cybershot DSC-HX20V (6) 50mm ISO 3200 1200 x 800
  • Sony Cybershot DSC-HX20V (7) 50mm ISO 6400 1200 x 800Sony Cybershot DSC-HX20V (7) 50mm ISO 6400 1200 x 800Sony Cybershot DSC-HX20V (7) 50mm ISO 6400 1200 x 800
 

Und was gibt es noch zu erwähnen? Einen letzten Punkt: Nahaufnahmen. Die gute Nachricht: Mit allen drei Kameras sind Makro-Aufnahmen möglich und alle kommen ähnlich nah ans Motiv ran. Bei der Sony ist das besonders komfortabel, denn man muss nicht mal die Makro-Funktion wählen, die Kamera erkennt das automatisch. Bei den anderen Kameras muss man das Makro manuell wählen, es sei denn man hat die Motiv-Automatik eingestellt. Mit allen drei Modellen kommt man bis auf wenige Zentimeter ans Motiv ran, wobei die Sony die stärkste Vergrößerung erreicht (Foto links). Ein Plus-Punkt der Sony DSC-HX20V: Der Makro-Modus funktioniert auch, wenn das Objektiv nicht in der maximalen Weitwinkeleinstellung steht. Der Vorteil dabei ist, dass sie keine Schatten auf das Motiv wirft. Denn das ist der Fall, wenn man bis auf einen oder zwei Zentimeter ran geht. Bei der Nikon und Panasonic funktioniert der Makromodus nur in der maximalen Weitwinkeleinstellung.

Alle Neuheiten sofort erfahren – registrier dich für meinen kostenlosen Newsletter: REGISTRIEREN

Gerne darfst du meine Arbeit mit einer Spende oder einem Kauf bei Amazon unterstützen:

Flattr this

 


Videoaufnahmen? Na klar, sogar in Full-HD

Mit allen drei Kameras kann man Videos drehen. Eigentlich schon nicht mehr erwähneswert, weil es fast eine Selbstverständlichkeit ist: Jede der drei Kameras hat einen eigenen Videoauslöser, sprich man kann in jeder Situation sofort eine Filmaufnahme starten. Ein Ändern des Aufnahmemodus am Drehrad oder im Menü ist überflüssig. Die drei Kameras zeichnen in voller HD-Auflösung von 1920 x 1080 Bildpunkten auf. Die Panasonic und die Sony haben dabei die höchste Bildfrequenz von jeweils 50p. Das heißt, die Kameras nehmen 50 Vollbilder pro Sekunde auf. Die Nikon nimmt 30 Bilder pro Sekunde auf. Qualitativ ist der Unterschied bei normalen Aufnahmen kaum zu erkennen. Lediglich bei Motiven, in denen viel Bewegung ist, sieht 50p etwas besser aus. Videos mit 30p zeigen bei solchen Motiven eher Schlieren und das Bild wirkt nicht ganz so knackig scharf. 

Alle drei Kameras zeichnen den Ton in Stereo auf. Zusatzmikrofone lassen sich nicht anschließen. Zoomen ist während der Videoaufnahme möglich. Die drei Modelle haben einen sehr weichen Zoom, der mit der richtigen Geschwindigkeit die Brennweite ändert. Allerdings hat die Nikon ein Problem: Nach Ende der Zoomfahrt wird der Autofokus nachgeführt, was zu einer Art Pumpen führt. Das heißt, der Bildausschnitt ändert sich noch einmal. Unterschiede gibt es bei der Geschwindigkeit des Autofocus und der Belichtungssteuerung. Die Panasonic und die Sony liefern hier gute Ergebnisse und sind recht flott. In der Weitwinkeleinstellung ist die Nikon ebenfalls recht schnell. Geht man mehr und mehr in den Telebereich, geht das Fokussieren nicht mehr ganz so zügig und präzise. 

Damit sich die Videos schnell und einfach wiedergeben lassen, haben die drei Kameras jeweils einen HDMI-Anschluss. Per Kabel lassen sich die Kameras so an einem Flachbildfernseher anschließen und die Filme in voller HD-Auflösung wiedergeben. 

Die Sony und die Panasonic haben beim Filmen den besten Eindruck gemacht. Sie sind schon ein recht guter Ersatz für einen Camcorder. Positiv hat mich vor allem die gute Wirksamkeit der Bildstabilisatoren überrascht. Selbst in großen Teleeinstellungen konnte ich das Motiv recht ruhig filmen und gut im Blick behalten. Die Nikon konnte mit den beiden übrigen Modellen nicht ganz mithalten. Für einfache Filme bei guten Lichtbedingungen ist sie aber auch völlig ausreichend. 

Alle Neuheiten sofort erfahren – registrier dich für meinen kostenlosen Newsletter: REGISTRIEREN

Gerne darfst du meine Arbeit mit einer Spende oder einem Kauf bei Amazon unterstützen:

Flattr this

 


Mein Fazit

Mich haben die drei Reisezoom-Kameras überrascht. Sie haben eine klasse Bildqualität, super Ausstattung und sind dabei so handlich und leicht, dass man sie immer dabei haben kann. Dazu gibt's noch den GPS-Empfänger zur Standort-Bestimmung und Videoaufnahmen in Full-HD. Alle drei Kameras gehören – am besten täglich – in die Jackentasche und sind prima Begleiter für unterwegs. Keines der drei Modelle ist bei meinem Test durchgefallen, trotzdem habe ich einen Favoriten: Die Sony Cybershot DSC-HX20V – die mit 290 Euro (Stand Dezember) teuerste Kamera des Testfeldes. Sie liegt am besten in meiner Hand, hat mich durch klasse Bildergebnisse überzeugt und bietet mir die für meine Anforderungen beste Ausstattung. Einziger Wunsch: Ein Touchscreen. Den hat die Panasonic und nachdem ich die Vorzüge der Touchfokussierung inzwischen gerne nutze, würde ich mir dies auch für die Sony wünschen. Aber nicht nur für den Touchscreen bekommt die Panasonic Pluspunkte, sondern auch für die kurze Auslöseverzögerung und die gute Videofunktion. Zu meinem Favoriten hat es allerdings nicht gereicht, da sie nicht so gut in der Hand liegt wie die Sony und meine großen Hände den eingebauten Blitz abdecken. Wen das ist nicht stört, kann getrost 10 Euro sparen und zur Panasonic Lumix DMC-TZ31 greifen. Denn auch da stimmen Bildqualität und Ausstattung. 

Ein echter Preis-Leistungs-Kracher ist die Nikon. Hier bekommt man richtig viel für sein Geld – nicht mal 200 Euro (Stand Dezember) kostet die S9300. Allerdings muss man ein paar Abstriche bei der Bildqualität machen, vor allem, wenn man mit höheren ISO-Werten Aufnahmen macht. Gleiches gilt für die Videoaufnahmen, zum einen fehlt bei voller HD-Auflösung die Bildwiederholrate von 50p und zum anderen hat die Nikon im Telebereich leichte Probleme mit dem Scharfstellen. Wer nicht unbedingt viel filmen möchte, bekommt mit der Nikon für kleines Geld eine klasse Kamera.